Ernst-Georg Schwill

Filme (als Schauspieler)
1953/54
Alarm im Zirkus
1955/56
Eine Berliner Romanze
1956/57
Berlin, Ecke Schönhauser
1959
Maibowle
1959/60
1960
Silvesterpunsch
1961/62
Die aus der 12b
1964
Die Suche nach dem wunderbunten Vögelchen
1967
Hochzeitsnacht im Regen
1968
Alchimisten
1977
Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus
2002
Good bye, Lenin
..

Geboren

30.03.1939 in Berlin

Leben

Nach dem frühen Tod der Eltern wohnt der Urberliner mit seinen vier Geschwistern zunächst bei der Tante. Von dort ausgerissen, landet er als Vollwaise in einem Kinderheim, später in einem Heim für Schwererziehbare. Auf der Suche nach einem kessen Jungen entdeckt Regisseur Gerhard Klein den 14jährigen dort für seinen Kriminalstreifen "Alarm im Zirkus" (1954). Ernst-Georg, der ursprünglich Autoschlosser werden will, interessiert sich seitdem für die Arbeit beim Film und absolviert eine Lehre als Filmfotograf. Daneben steht er weiterhin auch vor der Kamera, so als Kohle in "Berlin - Ecke Schönhauser", studiert 1957-60 schließlich an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg. Besondere Aufmerksamkeit erregt er 1958 mit seiner eindringlichen Gestaltung der Titelrolle in der antifaschistischen DEFA-Produktion "Sie nannten ihn Amigo". Karl-Eduard von Schnitzler schreibt in einer zeitgenössischen Kritik über Schwill: "... durchaus glaubhaft [...] und mit einer Schlichtheit, einer Ausdrucksfähigkeit in Auge und Haltung, einer viel sagenden Knappheit in Dialog und Gestik, daß sich dieser junge Schauspieler mit seinem Amigo beträchtlich nach vorn gespielt hat." Kurzzeitig gehört der Darsteller zum DEFA-Ensemble, wo er dem Kinopublikum als Knispel aus der heiteren "Maibowle" und dem musikalischen "Silvesterpunsch", als Interbrigadist Willi mit einer der "Fünf Patronenhülsen" im Besitz oder als Hauptwachtmeister Löffelholz auf der "Suche nach dem wunderbunten Vögelchen" im Gedächtnis bleibt. Parallel dazu ist er Kandidat im Zentralrat der FDJ und zeitweilig Mitglied des Erich-Weinert-Ensembles der NVA. Zwei Jahre spielt Schwill am Berliner Ensemble Theater, ist dann freiberuflich tätig und wirkt ab 1970 beim DDR-Fernsehen. Die großen Rollen wie am Anfang seiner Künstlerlaufbahn erhält er zwar nicht mehr, doch weiß er zahlreiche Nebencharaktere überzeugend zu verkörpern. Meist sind es Arbeiter, Menschen aus dem einfachen Volk, denen er Profil verleiht. Wiederholt gastiert Schwill auch in Fernsehmehrteilern oder der beliebten Krimireihe "Polizeiruf 110". Später kommen Auftritte in gesamtdeutschen Produktionen wie "Tatort" (TV-Reihe) oder "Good bye, Lenin!" hinzu. <br /><br />(Team Zutz - Quellen u.a.: Unsere Filmsterne; Zeitungsartikel von 1998)

Bilder

Literatur

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Is doch keene Frage nich
Erinnerungen eines Schauspielers
Ernst Georg Schwill

ISBN: 3360019520
Verlag: Das Neue Berlin September 2008