Norbert Christian

Filme (als Schauspieler)
1953
Die Unbesiegbaren
1954
Kein Hüsung
1954/55
Einmal ist keinmal
1955/56
1958
Geschwader Fledermaus
1959
Ware für Katalonien
1959
Ware für Katalonien
1959/60
Seilergasse 8
1960/61
Italienisches Capriccio
1963-64
1964/65
1965
Solange Leben in mir ist
1970
1970
Husaren in Berlin
1973
Unterm Birnbaum
1973/74
Für die Liebe noch zu mager
1974
Lotte in Weimar
1976
Daniel Druskat
.

Geboren

05.12.1925 in Berlin

Gestorben

18.12.1976 in Berlin

Leben

Besuch der Schauspielschule Helene Lackner, Debüt 1943 in Greifswald, 1949-52 Rostock, dort auch Regiearbeiten, durch Brecht ans Berliner Ensemble, dem Christian 1952-71 angehört, Gastspiele an der Volksbühne und dem Deutschen Theater. Im Film hat Norbert Christian zunächst kleinere Aufgaben, erlangt aber durch die Mitwirkung in der beliebten Reihe der "Stacheltier"-Filme Popularität. Seit Ende der 50er Jahre tritt Norbert Christian in Charakterrollen hervor und entwickelt sich zu einem der meistbeschäftigten Darsteller bei Film und Fernsehen in der DDR. Ab 1971 gehört er folgerichtig dem Ensemble des DFF an. Obwohl er fast nie zentrale Rollen verkörpert, schafft er mit seinen fein charakterisierten Gestalten doch für viele Jahre prägende Figuren auf Bildschirm und Leinwand. "Für die Filmarbeit behielt der Darsteller sein Prinzip bei - sich nicht festlegen zu lassen, seine Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Aufgaben immer neu zu prüfen und zu erweitern. (...) Jede Gestalt hat ihre festen Umrisse, ist gestisch klar bestimmt - aber Christian vermag eben die Bedeutungssucht eines aufgeputzten Weltmannes in dem Widerspruch zwischen äußerer Erscheinung und innerem Wert so plastisch zu machen wie unauffällige, ein ganz klein wenig nervöse Intelligenz." (Christoph Funke, 1974) Durch seinen Tod muß die aufwendige, mehrteilige Fernsehadaption von F. C. Weißkopfs "Abschied vom Frieden" unterbrochen werden. Norbert Christians Rolle des Dr. Friedrich Rankl wird - einmalig in der Filmgeschichte - von Erwin Geschonneck weitergespielt, so daß beide Schauspieler abwechselnd in derselben Rolle zu sehen sind. Aus seiner Ehe mit der Schauspielerin und Autorin Myriam Sello-Christian stammt der Sohn Michael Christian, der im DFF und bei der DEFA zahlreiche Rollen übernimmt und vielbeschäftigter Synchronsprecher ist. Norbert Christians Witwe ist die Schauspielerin Erdmute Schmidt-Christian, die in einigen Produktionen von DEFA und DFF vor der Kamera steht (u.a. "Gevatter Tod", TV 1980).
Quelle:F.-B. Habel & Volker Wachter, "Das große Lexikon der DDR-Stars"