Hans-Joachim Hanisch

Filme (als Schauspieler)
1964
Der geteilte Himmel
1964/65
1976
Die Regentrude
1978
Für Mord kein Beweis

Geboren

12.08.1928 in Koblenz

Leben

Hans-Joachim Hanisch gehört zweifelsohne zu den wenigen Schauspielern bei Theater, Film, Funk und insbesondere beim Fernsehen der DDR, die das Prädikat "Erzkomödiant" verdienen. Ihm nimmt man eigentlich alle Rollen ab. Hanisch spielt mal unsympathische oder undurchsichtige Zeitgenossen, dann taucht er als liebenswerter Schwerenöter auf, er ist gestresster Ehemann oder pflichtbewusster Kriminalist. Auch als windiger Friseur, kleiner Gauner, Kneipenwirt und befehlsgewaltiger Unteroffizier bereichert "Hansi" Hanisch seit 1950 weit mehr als 150 Film- und Fernsehproduktionen. Geboren in Koblenz, besucht er nach dem Krieg die Schauspielschule des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Über Frankfurt/M., Tuttlingen und Garmisch-Partenkirchen gelangt der Künstler schließlich nach Berlin, wo er sich im Theater am Schiffbauerdamm und an der Volksbühne zum Charakterkomiker entwickelt. Film, Funk und Fernsehen beanspruchen ihn enorm. In vielen Komödien und Lustspielen kann Hanisch seiner Spiellaune freien Lauf lassen; man erinnert sich beispielsweise gern an die "1. Violine" Siegfried Meyer aus dem köstlichen "Streichquartett". Mehrfach erleben ihn die Fernsehzuschauer in Doppelrollen, so im Lustspiel "Gaukelbrüder" und in der Feydeau-Verfilmung "Der Floh im Ohr". Im Gedächtnis bleiben aber auch der Kriminalkommissar Schoppenhauer in den beiden Toelcke-Krimis "Tote reden nicht" und "Er ging allein" oder der Wachtmeister Gottesknecht im DEFA-Streifen "Die Abenteuer des Werner Holt". Heutzutage ist der Mime noch oft in den Wiederholungen von Filmen aus der "Polizeiruf"-Reihe zu entdecken. Anfang der 90er Jahre hat Hans-Joachim Hanisch seine künstlerische Laufbahn beendet. <br /><br /><b>Quelle:</b>Volker Wachter