Wolfgang Dehler

Filme (als Schauspieler)
1970
1970
Rottenknechte
1971/72
1972
Das Geheimnis der Anden - 5 Teile
1972/73
Zement
1975/76
1976
Hostess
1979
1979/80
1983
Märkische Chronik
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Geboren

02.11.1936 in Beucha

Gestorben

25.04.2003 in Rio de Janeiro

Leben

Dehler absolvierte seine Schauspielausbildung zwischen 1955 und 1958 an der Theaterhochschule in Leipzig. Anschließend arbeitete er als Schauspieler für Sprech- und Musiktheater an Bühnen in Leipzig, Weimar, Dresden und Berlin (Komische Oper). Seit Mitte der 60er Jahre arbeitete Dehler auch zunehmend für Film- und Fernsehproduktionen. Er spielte in Literaturverfilmungen Die Gerechten von Kummerow nach Ehm Welk), Historienfilmen (Lützower), Sciencefiction-Filmen (Besuch bei Van Gogh), Dramen (Ärztinnen) und zahlreichen Krimis aus den Reihen Der Staatsanwalt hat das Wort und Polizeiruf 110. In letzterer verkörperte er Charaktere auf beiden Seiten des Gesetzes: neben diversen Tätern auch die Ermittler Strahl (1983) und Dillinger (1987–1991). 1987 war er der Hauptdarsteller der Unterhaltungsserie Mensch, Hermann!. Zudem übernahm er die Erzählerrolle in den bekannten Rübezahl-Verfilmungen der DEFA. Nach der Wende wurden Dehlers Auftritte in Film und Fernsehen etwas weniger. Er spielte u. a. in einem Film der Reihe Tatort, der Verfilmung von Manfred Krugs Autobiographie Abgehauen und Roland Suso Richters Thriller Nichts als die Wahrheit mit Götz George in der Rolle des Josef Mengele. 1996 und 1997 sowie 1999 - 2001 wirkte er bei den Störtebeker-Festspielen in Ralswiek auf der Insel Rügen mit. Der kräftige Wolfgang Dehler war für seine tiefe, sonore und beruhigende Stimme bekannt. Unzählige Male spielte er den Nathan in dem Stück Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing auf verschiedenen Theaterbühnen der DDR und später (nach 1989) in Deutschland. Die Rolle des Jerusalemer Kaufmanns Nathan ist seine bekannteste Rolle. Sie wurde für ihn zum Markenzeichen. Mitwirkung an zahlreichen Schallplattenaufnahmen (Klassik) als Sprecher, auf den Alben Ströme - Negerlyrik aus zwei Kontinenten (19??) und Im blauen Mond September (1982) stellt er sich aber auch als Jazzsänger vor. Als Synchronsprecher lieh Dehler seine tiefe Stimme u.a. Sean Connery (Leben und Sterben in L.A.), Robert Loggia (Gespenster im Schloss), Leonard Nimoy (Die Bibel: David), Paul Sorvino (Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia), sowie Ian McDiarmid in Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung – allerdings nur für dessen Auftritte als Darth Sidious, den Senator Palpatine sprach Friedhelm Ptok. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Dehler in Brasilien, wo er am 25. April 2003 im Alter von 66 Jahren starb. Im August 2007 wurde er auf dem Urnenhain Tolkewitz in Dresden beigesetzt. Wolfgang Dehler war mit der Schauspielkollegin Wera Paintner, der Tochter Martin Flörchingers, verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, und zwar Barbara, Thomas und Maria. Die Ehe wurde Mitte der 1980er Jahren geschieden. Sohn Thomas Dehler arbeitet ebenfalls als Schauspieler.
Quelle: Wikipedia

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