Günter Junghans

Filme (als Schauspieler)
1964/65
1966
Schwarze Panther
1966/67
1967
Hochzeitsnacht im Regen
1970
Rottenknechte
1973-75
1981-83
1986/87
Vernehmung der Zeugen
1989
1990
2012
Heiter bis tödlich - Alles Klara - Staffel 2 - Folgen 17- 32 - Der letzte Stempel
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Geboren

14.07.1941 in Leipzig

Gestorben

10.08.2014 in Berlin

Leben

Der gebürtige Leipziger absolviert zunächst eine Maschinenschlosserlehre in seiner Heimatstadt und arbeitet dann im Stahlbau, ehe er sich der Schauspielerei zuwendet und 1959-63 an der Hochschule für Filmkunst in Babelsberg studiert. Ein Engagement am Hans-Otto-Theater Potsdam schließt sich an. Ab 1970 bleibt er über 20 Jahre dem Ensemble der Berliner Volksbühne treu, gehört dort zu den "geschätzten Mitgliedern und vielseitig einsetzbaren Schauspielern", glänzt z.B. als Titelcharakter von Ferenc Molnárs "Liliom", als Franz Moor in Schillers "Räubern" sowie immer wieder in heiteren Werken wie Hauptmanns "Schluck und Jau". Auch gastiert der Unterhaltungskünstler im Friedrichstadtpalast oder tritt in einer Revue im Palast der Republik auf. 1991 nimmt Junghans Abschied von der Volksbühne, ist danach freiberuflich tätig. Er steht auf verschiedenen hauptstädtischen Bühnen aber auch an Theatern in Potsdam, München oder Dresden kann man ihn erleben, u.a. als Lessings "Nathan der Weise", Sir Toby Rülps in Shakespeares "Was ihr wollt" und als Tod im "Jedermann". Schon seit den 1960ern ist er auch auf der Leinwand präsent. Zu seinen frühen Aufgaben zählt 1962 der Karl Lörke im DEFA-Film "Ach, du fröhliche...", 1986 schlüpft er für die Fortsetzung "Wie die Alten sungen..." nochmals in diese Rolle. Über die Jahre entwickelt sich der Mime mit dem ausgesprochenen komödiantischen Talent zu einer festen Größe bei Kino und TV. Meistens tritt er in einprägsamen Nebenrollen (Christian Vetter in "Die Abenteuer des Werner Holt", Nendel in "Zünd an, es kommt die Feuerwehr") in Erscheinung und macht später als Gast in diversen "Polizeiruf 110"-Krimis auf sich aufmerksam, so als Carlheinz, jüngster der Brüder Dosse in der Folge "Gier" oder als herrischer Fleischermeister und Familientyrann Hermann Gruber im Fall "Amoklauf". Nach der Wende kann sich Kunstpreisträger Junghans bald auch in gesamtdeutschen Produktionen durchsetzen, sodass er insgesamt mittlerweile in etwa 150 Spiel- und Fernsehfilmen mit von der Partie war. Da wundert es nicht, dass dem Zuschauer sein vertrautes Gesicht heute noch oft auf dem Bildschirm begegnet, entweder in Wiederholungen alter Produktionen oder in aktuelleren Sendungen. 2003 spielt er in der langlebigen mdr-Krankenhausserie "In aller Freundschaft" einen engagierten Bewährungshelfer, der ungeachtet seiner eigenen kritischen, gesundheitlichen Verfassung immer für seine Jungs da ist. Auch im wirklichen Leben zeigt "der Schauspieler mit den vielen Lachfältchen" und den verschmitzt-strahlend blauen Augen soziales Engagement, nämlich bei seiner Arbeit als Botschafter für das Kinderhospiz Mitteldeutschland.
Quellen: Team Zutz; Filmschauspieler A-Z; Das große Lexikon der DDR-Stars; Artikel der SUPERillu

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