Helmut Schreiber

Filme (als Schauspieler)
1958
Das Lied der Matrosen
1959/60
Schritt für Schritt
1963
For eyes only (Streng geheim)
1963-64
1964/65
1965/66
1966
Schwarze Panther
1966
Spur der Steine
1972
Das Geheimnis der Anden - 5 Teile
1974
1975
1976/77
Trini
1977
1977-80
1978
1981
1981/82

Geboren

16. November 1925 in Mühlhausen (Thüringen)

Gestorben

10. Februar 1995 in Bad Reichenhall

Leben

Der vielseitige Mime mit dem Charaktergesicht studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Weitere Studien an der Theaterhochschule in den Fächern Regie und Schauspiel bildetenn schließlich die Grundlage für Schreibers spätere berufliche Laufbahn. Nach dem zweiten Weltkrieg begann er als Regieassistent und debütierte als Bühnendarsteller in Bad Hersfeld. Die nächsten Theaterstationen heißen Karl-Marx-Stadt, Dresden und Leipzig, wo er die Möglichkeit hatte, in unterschiedlichste Rollen zu schlüpfen. So reichten seine Parts "vom alten sächsischen Handwerker bis zum Komiker in der satirischen Komödie, vom Gegenwartshelden bis zur historischen Größe" (Heinz Hofmann, 1974). Bereits ab 1954 vor der Kamera tätig, entwickelte sich Helmut Schreiber mit der Zeit zu einer festen Größe bei Film und Fernsehen, sein Name tauchte fortan in zahlreichen Besetzungslisten auf. Oftmals trat er als negativer Held und Widersacher in Erscheinung, mitunter kam aber auch sein komödiantisches Talent zum Tragen. Er gestaltete glaubhaft den Major des amerikanischen Geheimdienstes im DEFA-Spionagestreifen "For eyes only" (1963), spielte Könige in Märchenfilmen wie "Dornröschen" (1971) und war der Bösewicht in mehreren Indianerfilmen. Beispiele für sympathische Figuren waren der Gaston im Weltraumabenteuer "Signale" (DDR/PL, 1970) oder der Dompteur der "Schwarzen Panther" (1966) - eine Aufgabe, bei der Schreiber sich mit der weltbekannten Dressurnummer Hanno Coldams als Raubtierbändiger präsentieren durfte. Außer seiner schauspielerischen Arbeit moderierte der Künstler Kindersendungen, inszenierte Fernsehspiele, ließ seine klangvolle Stimme gelegentlich in Synchronisationen erklingen und war vor allem schriftstellerisch aktiv, beteiligte sich an der Erarbeitung von Drehbüchern (z.B. zu "Spur des Falken"). Ballettwerke und Kinderbücher stammten ebenfalls aus seiner Feder. Seit Ende der 80er Jahre lebte Schreiber, der zeitweilig mit der polnischen Schauspielerin Zofia Slaboszowska (u.a. "Begegnung im Zwielicht", DDR/PL 1960; "Die Söhne der großen Bärin", 1966) verheiratet war, bis zu seinem Tod im Jahr 1995 zurückgezogen in der Bundesrepublik.
Quellen: Team Zutz - Renate Seydel, Schauspieler; Filmschauspieler A-Z; Das große Lexikon der DDR

Bilder