Bruno Carstens

Filme (als Schauspieler)
1954/55
Ernst Thälmann - 2. Teil - Führer seiner Klasse
1961
Der Arzt von Bothenow
1961
Professor Mamlock
1961
Die Liebe und der Co-Pilot
1963
Karbid und Sauerampfer
1964
Das Lied vom Trompeter
1964
Die Suche nach dem wunderbunten Vögelchen
1964
Pension Boulanka
1965
König Drosselbart
1966/2009
1966/67
1972/73
Zement
1976
1981-83
1982
..

Geboren

26.10.1918 in Wilhelmshafen

Gestorben

30.10.2001 in Saalfeld

Leben

Eigentlich will Carstens, der in Hamburg aufwächst, Kapitän werden. Dieses Berufsziel verfolgend, fährt er mit 14 Jahren zur See und hat es bei Kriegsbeginn zum Matrosen gebracht. In sowjetischer Gefangenschaft nimmt dann seine künstlerische Laufbahn ihren Anfang: Auf der "Bühne" des Lagers nahe Karaganda gibt er sein Debüt als Schauspieler. Nach seiner Rückkehr studiert Carstens ein Jahr lang am Deutschen Theaterinstitut in Weimar. Anschließend ist er in Weimar, Leipzig und Brandenburg engagiert, ehe er 1959 ans Berliner Ensemble kommt. Hier werden ihm vielfältige Rollen übertragen, denen er "charakteristisches Profil" verleihen kann. Parallel zu seiner Theaterarbeit ist Carstens seit den 50er Jahren umfassend bei Film und Fernsehen beschäftigt, vereinzelt spricht er auch für Synchron und Hörspiel. Bei DEFA-Produktionen häufig in einprägsamen Nebenrollen (Zuckerwattemann auf der "Suche nach dem wunderbunten Vögelchen", 1964) anzutreffen, ist er den Zuschauern vor allem durch seine großen Aufgaben im Fernsehen ein Begriff. Besonderer Beliebtheit erfreut sich sein Hauptmann Wernicke aus der TV-Reihe "Blaulicht", der 1959-1968 die Klärung von 29 Kriminalfällen leitet, tatkräftig unterstützt von Alexander Papendiek und Horst Torka. "Die Gestalt (des Hauptmann Wernicke) ist souverän, sachlich, humorvoll und dadurch sympathisch. Einer solchen feststehenden Rolle in jeder Folge neue Seiten abzugewinnen ist nicht einfach und verlangt viel Lebenskenntnis. Der Schauspieler Bruno Carstens besitzt sie." (Dieter Kranz, 1966) Im Gedächtnis bleibt weiterhin seine Darstellung im Fernsehfilm "Tempel des Satans" (1962). Ab 1970 zum Ensemble des DFF gehörend, sieht man Carstens in späteren Jahren auch auf dem Bildschirm überwiegend in kleineren Parts. So ist er z.B. mehrfach Gast beim "Polizeiruf 110" und steht auch nach der Abwicklung des DFF noch gelegentlich vor der Kamera. Seine Ehefrau ist die Schauspielerin und Kulturwissenschaftlerin Isot Kilian (1924-1986), welche für das Berliner Ensemble sowie das Regie-Institut arbeitet, mitunter in "Stacheltier"-Kurzfilmen auftritt und als Synchronsprecherin tätig ist.

Quelle: Team Zutz, Schauspieler, Ausgabe 1966; Das große Lexikon der DDR-Stars

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