Winfried Glatzeder

Filme (als Schauspieler)
1968
Wie heiratet man einen König
1970/71
Zeit der Störche
1971
Du und ich und Klein-Paris
1971
Der Mann der nach der Oma kam
1972/73
Die Legende von Paul und Paula
1975
1976
Nelken in Aspik
1977/78
Zünd an es kommt die Feuerwehr
1978
Für Mord kein Beweis
1980/81
Asta, mein Engelchen
1986
Rosa Luxemburg
1992
Gossenkind
1999
Sonnenallee
..

Geboren

26.04.1945 in Zoppot (Polen)

Leben

Der Sohn eines Arztes und einer gelernten Kunstweberin wächst in Berlin auf und absolviert nach dem Abitur zunächst eine Lehre zum Facharbeiter für Maschinenbau. In diese Zeit fallen auch seine ersten Schritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten, denn Glatzeder engagiert sich beim Kabarett der Berufsschule. Von 1965 bis 1969 folgt schließlich das Schauspielstudium an der HFF Potsdam-Babelsberg, wo u.a. Fritz Marquardt zu seinen Lehrern zählt. Seine Diplomarbeit schreibt der hochgewachsene Mime mit der schlaksigen Gestalt und dem kantigen Gesicht über Clowns. Nicht nur auf dem Gebiet der Komödie, sondern auch im ernsten Charakterfach kann Glatzeder während seiner Tätigkeit am Hans-Otto-Theater (1969-71) und später an der Berliner Volksbühne (1971-82) ein Zeugnis seiner darstellerischen Fähigkeiten ablegen. Nach mehreren kleinen Auftritten im DEFA-Film überträgt man ihm in den 70er Jahren wichtige Hauptrollen. Vor allem sein Graffunda - "Der Mann, der nach der Oma kam" - sowie sein Paul in der "Legende von Paul und Paula" prägen sich beim Publikum fest ein und machen ihn populär. Es sind die "unberechenbar-eigenwilligen Zeitgenossen" (Hans-Jörg Rother, 1995), die Glatzeder vor der Kamera wiederholt überzeugend verkörpert. Eine bemerkenswerte Aufgabe erfüllt er als "Till Eulenspiegel" in der gleichnamigen Produktion von 1974, für deren Vorbereitung er eigens eine Artistenschule besucht, um den körperlichen Ansprüchen der Rolle gewachsen zu sein. Ab 1982 wirkt der Künstler in der Bundesrepublik, steht auf Berliner Bühnen oder gastiert jahrelang regelmäßig am Schauspielhaus Düsseldorf. Außerdem setzt er seine Laufbahn auf Leinwand und Bildschirm fort, spielt nach der Wende auch wieder bei der DEFA. Im Fernsehen sieht man Glatzeder Ende der 90er Jahre z.B. als Kommissar Ernst Roiter in der Krimireihe "Tatort". Sein Sohn Robert Glatzeder (geb. 1971) ist ebenfalls Schauspieler geworden.
Quellen: Team Zutz; Vor der Kamera; Das große Lexikon der DDR-Stars)

Bilder

Literatur

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Paul und ich
Autobiografie
Winfried Glatzeder , Manuela Runge

ISBN: 335102665X
Verlag: Aufbau Verlag - Februar 2008