Ulrich Thein

Filme (als Schauspieler)
1953/54
Alarm im Zirkus
1955/56
Eine Berliner Romanze
1957
Spur in die Nacht
1958
Sie kannten sich alle
1959/60
1961
Septemberliebe
1962
...und deine Liebe auch
1965
Chronik eines Mordes
1978
Anton der Zauberer
1981-83
1984
Johann Sebastian Bach
1988
Mensch, mein Papa
Filme (als Regisseur)
1967
Geschichten jener Nacht
1968
Mitten im kalten Winter
1973-75
1980
Dach überm Kopf
1982
Romanze mit Amelie
1988
Mensch, mein Papa
..

Geboren

07.04.1930 in Braunschweig

Gestorben

21.06.1995 in Berlin

Leben

Sohn eines Kapellmeisters, studiert nach dem Abitur sechs Semester Harfe und nimmt Schauspielunterricht, 1951 als jüngstes Mitglied im Deutschen Theater Berlin, wo er bis 1963 bleibt. Seit 1952 spielt er bei der DEFA zahlreiche Hauptrollen in Filmen von Martin Hellberg, Gerhard Klein, Günter Reisch, Frank Beyer und Konrad Wolf. In "Spur in die Nacht" ist er 1957 an der Filmmusik beteiligt. 1963 schreibt er erstmals das Buch zu einem Fernsehfilm, den er auch erfolgreich inszeniert ("Der andere neben dir"). Thein bleibt für anderthalb Jahrzehnte einer der erfolgreichsten Fernsehregisseure, der sich als sein eigener Autor immer wieder brisanter Gegenwartsthemen annimmt, die er sorgsam und mit viel Gespür für das darstellerische Detail auf den Bildschirm bringt. Für die DEFA inszeniert er außer einem Kurzfilm drei Spielfilme, die komisch-kauzige Gestalten in den Mittelpunkt rücken. Seit Ende der siebziger Jahre tritt Thein auch wieder als Fernsehschauspieler hervor, so in der Reihe "Polizeiruf 110" und in den Hauptrollen biografischer Filme über Martin Luther und J. S. Bach. "Thein verfügt über eine starke empirische Persönlichkeit, bringt sich selbst in seine Rollen mit ein. Dies konnte er mit seiner Darstellung des Luther im gleichnamigen Fernsehfilm beweisen, das bestätigte er auch als Johann Sebastian Bach. Die Persönlichkeit des Hauptdarstellers überbrückte die Leerstellen im Szenarium, schuf aus dem Anekdotischen eine in ihrer Grundcharakteristik gefestigte dramatische Rollengestalt." (Peter Hoff, 1988). Nach dem Ende des DFF lehnt Thein viele triviale Angebote ab. Er geht mehrere Lebensgemeinschaften ein, darunter mit den Schauspielerinnen Christel Thein (mit der er in einigen "Stacheltier"-Filmen auftritt), Annekathrin Bürger, Jana Brejchova, Renate Geißler und Franziska Troegner, die wiederholt in seinen Filmen mitwirken.
Quelle: F.-B. Habel & Volker Wachter, "Das große Lexikon der DDR-Stars"