Armin Mueller-Stahl

Filme (als Schauspieler)
1959/60
1960
Flucht aus der Hölle
1962
...und deine Liebe auch
1962
Königskinder
1962/63
Nackt unter Wölfen
1967
Ein Lord am Alexanderplatz
1968
Wege übers Land - 5 Teile
1970
Tödlicher Irrtum
1972
Der Dritte
1972/73
Die Hosen des Ritters von Bredow
1974
Jakob der Lügner
1976
Nelken in Aspik
1989
Music Box
1990
Avalon
2001
Die Manns - Ein Jahrhundertroman
..

Geboren

17.12.1930 in Tilsit

Leben

Musikstudium (Geige), Examen als Musiklehrer, Schauspielunterricht endet nach einem Jahr wegen mangelnder Begabung, 1952 Engagement am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin, 1954 Wechsel an die Volksbühne, dort bis 1979, ab 1980 Arbeit im Westen, seit 1986 auch im US-Film tätig, lebt seit den 90er Jahren wechselnd in Hollywood und Berlin. Nach Lustspielrollen hat Mueller-Stahl seinen Durchbruch im Film mit Frank Beyers Spanienkämpfer-Film "Fünf Patronenhülsen" (1959/60). Mit dem vierteiligen Abenteuerfilm "Flucht aus der Hölle" (TV, 1960) wird er beim Fernsehpublikum populär. Mueller-Stahl bevorzugt jedoch seriöse Stoffe und kann sich in Literaturadaptionen als Charakterdarsteller etablieren. Der Wolfgang Pagel in der Fallada-Verfilmung "Wolf unter Wölfen" (TV, 1965) ist die Rolle, in der er sich als Darsteller gebrochener Rollen auch beim breiten Publikum durchsetzt. Daneben tritt er wiederholt in Genre-Filmen auf, so 1970 in dem Indianerfilm "Tödlicher Irrtum“ In den 70er Jahren erringt er durch die Kundschafter-Reihe "Das unsichtbare Visier" (TV, 1973-76) als Achim Detjen, ein "sozialistischer James Bond", große Popularität und wird von den Lesern der "FF dabei" als Fernsehliebling gewählt. In Fernsehsendungen kann er auch sein musikalisches Talent zur Geltung bringen, so als Musik-Clown in der "Nacht der Prominenten". Er ist auch Kunst- und Nationalpreisträger. Als nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung des Dissidenten Wolf Biermann attraktive Angebote in der DDR ausbleiben, übersiedelt Mueller-Stahl in die Bundesrepublik. Die großen Potenzen des Charakterdarstellers werden von Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Axel Corti und Alexander Kluge erkannt und genutzt, auch ausländische Regiestars wie Andrzej Wajda, Patrice Chéreau und Istvan Szábo versichern sich seiner Mitwirkung in großen Produktionen. Schließlich wird Mueller-Stahl im Hollywood-Film erfolgreich und mehrfach für den Oscar nominiert. Mit dem in Babelsberg gedrehten Hitler-Film "Gespräch mit einer Bestie" debütiert er als Regisseur. Seine Schwester Dietlind Mueller-Stahl (geb. 1938, u.a. Djamila in "Flucht aus der Hölle", TV, 1962, Mutter in "Rheinsberg", TV, 1989) ist als Schauspielerin langjährig am Berliner Ensemble tätig. Sein Bruder Hagen Mueller-Stahl (geb. 21.9.1926 in Tilsit) arbeitet vorrangig als Regisseur, tritt aber gelegentlich auch als Schauspieler hervor ("Schwarzer Lohn und weiße Weste", BRD, 1985). Armin Mueller-Stahls Sohn Christian (geb. 1976) wird ebenfalls Schauspieler und wirkt u.a. in "Utz" (1993, GB/I/D) mit, in dem sein Vater die Hauptrolle spielt.
Quelle: F.-B. Habel & Volker Wachter, "Das große Lexikon der DDR-Stars"

Bilder

Literatur

.

Armin Mueller-Stahl
Die Biografie
Autor: Volker Skirka

ISBN: 3784432387
Verlag: Langen/Müller 1. Auflage 2010

.

Titel: Armin Mueller-Stahl - Begegnungen
- Eine Biografie in Bildern -
Autor: Volker Skirka

ISBN: 3896601393
Verlag: Knesebeck 2002