Harry Pietzsch

Filme (als Schauspieler)
1964
Pension Boulanka
1970
Meine Stunde Null
1970
KLK an PTX - Die Rote Kapelle
1979
1989
Die Beteiligten
.

Geboren

09.121929 in Freital/Sachsen

Gestorben

09.09.2003 in Berlin

Leben

Harry Pietzsch, der in Dresden Schauspielunterricht bei Max Eckard erhält, gibt 1949 in Eisleben seinen "Einstand" auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Zu den darauf folgenden Theaterstationen zählen Dresden, Dessau, Görlitz und Magdeburg, ehe er 1962 ans Deutsche Theater Berlin kommt, dessen Ensemble der bemerkenswerte Mime für 36 Jahre angehört. So findet sich im Laufe der Jahrzehnte sein Name in Besetzungslisten von Stücken wie "Hamlet" (Fortinbras), "Prozeß in Nürnberg" (Gerichtsmarschall), "Zoo oder Der menschliche Mörder" (Richter) oder "Die neuen Leiden des jungen W." (Vater). Nach 1998 zieht er sich ins Privatleben zurück. Im Fernsehen kann man ihn erstmalig in Aufzeichnungen Magdeburger Bühneninszenierungen erleben. Eine Vielzahl weiterer Produktionen bereichert der Künstler bis 1989, vorwiegend in einprägsamen Nebenrollen, während seiner Schaffenszeit vor der Kamera. Auf der Leinwand ist seine Mitwirkung im antifaschisten Film "KLK an PTX - Die Rote Kapelle" (1971) besonders hervorzuheben. Er spielt darin Walter Küchenmeister (Vater des Drehbuchautors Claus Küchenmeister), welcher im Dritten Reich als Widerstandskämpfer tätig war. Dem aufmerksamen Publikum vor dem Bildschirm begegnet Pietzsch u.a. im erfolgreichen Mehrteiler "Krupp und Krause" (1969), hier als Fips Keuben - ein junger Kommunist, der wegen seiner radikalen Methoden aus der Partei ausgeschlossen wird, bei der SA landet und ein furchtbares Ende erleidet. Die kleinen Zuschauer kennen ihn als sympathischen Leutnant Märzenbecher, Leiter der Aktion "Brockenhexe", in der beliebten Kinderserie "Spuk unterm Riesenrad" (1979), die heute noch verschiedene Generationen begeistert. Außerdem verkörpert der Schauspieler in der sowjetischen Kriegstrilogie "Front ohne Flanken", "Front hinter der Frontlinie" und "Im Rücken des Feindes" den SS-Standartenführer Karl Wolf.
Quelle: Das große Lexikon der DDR-Stars