Wolfgang Greese

Filme (als Schauspieler)
1964
Das Lied vom Trompeter
1968
Mohr und die Raben von London
1968
Ich war Neunzehn
1970
KLK an PTX - Die Rote Kapelle
1971
Der Mann der nach der Oma kam
1972
Das Geheimnis der Anden - 5 Teile
1972
Tecumseh
1974
Orpheus in der Unterwelt
1977
1979
1979
1980/81
1981-83
1982
Frühlingssinfonie
1989
.

Geboren

08.03.1926 in Lübz

Gestorben

02.05.2001 in Berlin

Leben

Der künstlerische Werdegang des Wolfgang Greese beginnt 1947/48 mit Schauspielunterricht an der Staatlichen Schauspielschule Schwerin unter Lucie Höflich. Anschließend ist er an Theatern in Schwerin, Zeitz, Altenburg, Meiningen, Stralsund sowie Rostock engagiert, ehe er 1965-71 zum Ensemble der Berliner Volksbühne gehört. Danach ist Greese bis zu dessen Abwicklung fest beim DFF bzw. Fernsehen der DDR beschäftigt. Das Kino- und Fernsehpublikum kennt sein markantes Gesicht aber schon länger. Seit Anfang der 1960er Jahre auf Leinwand und Bildschirm gegenwärtig, wirkt der "Mann mit der Nas'" während seiner Laufbahn insgesamt in weit über 200 Produktionen vor der Kamera. Dabei erscheint sein Name zumeist an mittlerer oder unterer Stelle der Besetzungslisten. Trotzdem prägt er sich ein. So manches Mal sind es kultivierte Gauner, elegante Bösewichte, schmierig-windige Typen von stiller, unterschwelliger Bedrohlichkeit, die er überzeugend und unverwechselbar verkörpert. Jedoch gelingen Greese auch entgegengesetzte Charaktere, etwa Sympathieträger mit Humor, vorzüglich. Intellektuelle, Geistliche, Beamte, Bonzen, Offiziere, Ausländer, historische Personen oder einfache Leute wie du und ich - sein Rollenspektrum ist breit und bunt. Eine wichtige Aufgabe hat er 1974 als Titelfigur in der Filmversion der Offenbach-Operette "Orpheus in der Unterwelt", und seine Leistung im Wendestreifen "Die Architekten" (1990) trägt ihm einen Preis als bester Nebendarsteller auf dem DDR-Spielfilmfestival ein. Zu weiteren populären Auftritten zählen u.a. der Ex-Nazi Born in der Kundschafterserie "Das unsichtbare Visier" oder der Museumsdirektor von Burg Falkenstein in "Spuk unterm Riesenrad" für die kleinen Zuschauer. Auch trifft man ihn heute noch in Wiederholungen von Episoden der Krimireihe "Polizeiruf 110" auf der Mattscheibe an, ob als "Fettbacke" oder "Knacker-Paule". Nach 1990 spielt Greese in diversen gesamtdeutschen Produktionen, wobei ihm die Gestaltung des Großvaters Henry in "Mama ist unmöglich" besonderen Erfolg beschert. Verheiratet ist der Hobbymaler und Musikliebhaber von 1987 bis zu seinem Tod in dritter Ehe mit der Schauspielerin Manja Göring, der Tochter von Helga Göring.
Quelle: Team Zutz; Das große Lexikon der DDR-Stars; Artikel im Berliner Kurier