Johannes Wieke

Filme (als Schauspieler)
1958
Das Lied der Matrosen
1962/63
Nackt unter Wölfen
1965/66
1966
Spur der Steine
1968
Ich war Neunzehn
1969/70
He, Du
1969/70
Im Spannungsfeld
1970
KLK an PTX - Die Rote Kapelle
1971
Der kleine und der große Klaus
1971/72
1976/77
Der Meisterdieb
1978
1978
Fleur Lafontaine
1979/80
Die Verlobte
.

Geboren

31.05.1913 in Leipzig

Gestorben

20.07.1982 auf dem Darß (Ostsee)

Leben

Johannes Wieke, der einer Arbeiterfamilie entstammt, absolviert nach seiner Schulzeit erst eine Lehre als Buchdrucker und Farblithograph, ehe er bei Waldemar Staegemann Schauspielunterricht nimmt. Sein Debüt gibt der mittlerweile 24jährige 1937 in Rudolstadt, anschließend spielt er bis 1944 in Elbing. Nach Krieg und Gefangenschaft wird er 1949 kommissarischer Indendant in Glauchau, er wechselt 1950 als Chefdramaturg, Oberspielleiter der Oper und "Schwerer Held" an das Gerhart-Hauptmann-Theater nach Görlitz, wird 1955 Intendant. 1960 geht Wieke nach Dresden, zuerst als Operndirektor, dann als Charakterdarsteller an das Staatstheater, wo ihm die Ehrenmitgliedschaft übertragen wird. Trotz intensiver Bühnenpräsenz findet "Hannes" Wieke immer wieder Zeit für Aufgaben vor den Film- und Fernsehkameras. So liefert er bereits 1960 eine bewegende Studie als Lagerältester Krämer in der Fernsehversion des Buchenwald-Dramas "Nackt unter Wölfen", wofür er mit dem Kunstpreis der DDR ausgezeichnet wird. Wieke, der als "echter und glaubwürdiger Gestalter von Menschenschicksalen" gilt, spielt unter bedeutenden Regisseuren wie Konrad Wolf, Horst Seemann, Frank Beyer oder Siegfried Kühn. Er verkörpert einfache Proletarier oder Funktionäre in Gegenwartsstreifen, mehrfach sieht man ihn auch als Uniformträger. Später sind es oft couragierte Opas mit Lebensweisheit, die Wieke eindrucksvoll darzustellen vermag. Immer wieder trifft man ihn auch in Filmen für das junge Publikum und in mehreren Folgen der populären "Polizeiruf"-Reihe. Den vielfach geehrten Künstler ereilt während eines Ferienaufenthaltes an der Ostsee ein jäher Tod.
Quelle: Volker Wachter - Staatstheater Dresden