Erik S. Klein

Filme (als Schauspieler)
1959
Bevor der Blitz einschlägt
1961
Das Kleid
1962
Das zweite Gleis
1962
Der Kinnhaken
1962/63
Nackt unter Wölfen
1963-64
1965/66
Alfons Zitterbacke
1968
Wege übers Land - 5 Teile
1972/73
Aber Vati!
1973
Unterm Birnbaum
1977-80
1978
.

Geboren

06.12.1926 in Radebeul

Gestorben

22.10.2002 Eichwalde bei Berlin

Leben

Erik S. Klein, geboren am 6. Februar 1926 als Erik Siegfried Klein in Radebeul bei Dresden, nimmt schon während seiner Schulzeit Schauspielunterricht bei Erich Ponto und debütiert im Alter von 17 Jahren an der Dresdner Komödie. Nach Engagements in Gießen und Lübeck wird seine beginnende Karriere durch den Krieg unterbrochen, Klein wird von der Wehrmacht eingezogen. In belgischer Gefangenschaft überlebt er das Ende des Krieges und verfolgt ab 1947 seine Theaterarbeit in verschiedenen Städten, darunter Freiberg, Altenburg und Cottbus. 1954 folgt Klein dem Ruf von Bertolt Brecht und Helene Weigel und wird bis 1961 Mitglied des Berliner Ensembles, wo er als Lawrenti in "Der kaukasische Kreidekreis" oder Roma in "Arturo Ui" zu sehen ist. 1961 wechselt er ans Deutsche Theater, dessen Ensemble er bis 1970 angehört . Ab Anfang der 1970er Jahre arbeitet Erik S. Klein auch für Film und Fernsehen. Durch die vielschichtige Leutnantrolle in Konrad Wolfs "Sterne" (1959) avanciert er zum bekannten Darsteller, der komödiantische Fernseh-Mehrteiler "Aber Vati!" (1973) festigt diese Stellung nachhaltig. In der Komödie suchen die zwei Zwillingssöhne Kalle und Kulle für ihren allein erziehenden Vater Erwin, gespielt von Klein, eine passende Frau. Überaus authentisch verkörpert er aber auch ernstere Rollen, wie den Untersturmführer Reineboth in Frank Beyers "Nackt unter Wölfen" (1963). Neben seinen Tätigkeiten in Theater, Film und Fernsehen arbeitet Klein zeitlebens an vielen Hörspielen, als Synchronsprecher oder in Kabarettsendungen – er spricht insgesamt etwa 300 Figuren in Hörspielen. Des Weiteren leiht er Philippe Noiret seine Stimme in der DEFA-Verfilmung von "Der Uhrmacher von St. Paul" (1974) von Bertrand Tavernier. Nach der Wende wird es stiller um Erik S. Klein, er arbeitet nur noch bei vereinzelten Filmproduktionen mit, aber versucht einen Theaterneuanfang am Renaissance-Theater in Berlin mit Stücken wie "Noch ist Polen nicht verloren". Nach einem Unfall im Jahr 1996 erholt sich der Künstler nicht mehr vollständig und stirbt am 22. Oktober 2002 in Eichwalde bei Berlin.
Quelle: Filmportal