Christine Schorn

Filme (als Schauspieler)
1973/74
Wahlverwandschaften
1978/79
1980/81
Unser kurzes Leben
1981/82
Die Beunruhigung
1982
Spuk im Hochhaus
1983
Verzeihung, sehen sie Fußball?
1984
Eine sonderbare Liebe
1986/87
Vernehmung der Zeugen
1989/90
2001
Halbe Treppe
2002
Good bye, Lenin
2006
Frei nach Plan
2011
Männerherzen...und die ganz große Liebe
2011
Das Leben ist nichts für Feiglinge
2012
Jesus liebt mich
2016
..

Geboren

01.02.1944 in Prag

Leben

Christine Schorn ist das dritte Kind des Schauspielerehepaares Peter Schorn und Alice Marianne Emilie Schorn, geborene Scheimer (Bühnenname: Elisabeth von Wielander). Nach der Flucht aus Prag über Salzburg wuchs Christine Schorn zunächst in Kiel und ab Anfang der 1950er Jahre in Berlin auf. Mit 16 Jahren entschloss sie sich, den Beruf der Eltern zu ergreifen und bewarb sich an der Schauspielschule. Da sie zunächst als zu jung abgelehnt wurde, arbeitete sie als Wäscherin und Verkäuferin und studierte dann 1961 bis 1964 an der Staatlichen Schauspielschule Berlin.
Unmittelbar nach dem Studium hatte sie 1963 gemeinsam mit Dieter Mann am Deutschen Theater in dem Stück „Unterwegs“ des sowjetischen Autors Wiktor Rosow großen Erfolg. Sie ist bis heute unverändert an diesem Theater engagiert und spielte dort unter anderem die Recha in „Nathan der Weise“, Alkmene in Hacks' „Amphytrion“, Lady Milford in „Kabale und Liebe“, Jelena in „Onkel Wanja“ und die Titelrolle in García Lorcas „Dóna Rosita bleibt ledig“. Von 1973 bis 1980 pausierte sie am Theater aus privaten Gründen und brachte auch ihre Tochter zur Welt. Auch im Fernsehen wurde Christine Schorn öfters eingesetzt und erhielt 1968 den Nationalpreis der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur für ihre Darstellung der Ingenieurin Bolzin in „Zeit ist Glück“.
In den Filmen „Nachtspiele“ (1978) und vor allem „Die Beunruhigung“ (1982) konnte sie auch als Hauptdarstellerin ihre schauspielerischen Qualitäten unter Beweis stellen. Im Jahr 1986 erhielt sie als Teil des Schauspielerkollektivs des Fernsehfilms Ernst Thälmann den Nationalpreis II. Klasse. Nach der Wende setzte sie ihre Karriere fort und war vor allem in Fernsehserien wie „Polizeiruf 110“ und am Theater zu sehen.
Dem gesamtdeutschen Publikum wurde sie spätestens mit der satirischen Fernsehserie „Wir sind auch nur ein Volk“ (1994), die die Probleme der wiedervereinigten Deutschen auf die Schippe nahm, als weibliche Hauptrolle neben Manfred Krug bekannt.
Zuletzt hatte sie Anteil am Erfolg des preisgekrönten Filmwerkes „Good Bye, Lenin!“ (2003) und wurde für ihre Nebenrolle als alkoholkranke Mutter von drei erwachsenen Töchtern in Franziska Meletzkys „Frei nach Plan“ (2008) mit dem Deutschen Filmpreis 2008 ausgezeichnet.
Erneut als beste Nebendarstellerin mit dem Deutschen Filmpreis geehrt wurde Schorn 2013 für ihre Leistung als krebskranke Mutter von Wotan Wilke Möhring in André Erkaus Tragikomödie „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ (2013).

Quelle: . Wikipedia