Wolfgang Hübner

Filme (als Schauspieler)
1953/54
Alarm im Zirkus
1954
Stärker als die Nacht
1956
Zwischenfall in Benderath
1956/57
Zwei Mütter
1959/60
Schritt für Schritt
1965
Dr. Schlüter
1967
Ein sonderbares Mädchen
Filme (als Regisseur)
1976/77
Der Meisterdieb
1980
1981
Trompetenanton
1984/85
Es steht der Wald so schweigend
1985
Jorinde und Joringel
1989
1990
Das Trio
1995 - 2001
Alle meine Töchter
..

Geboren

29.12.1931 in Berlin

Leben

Von 1948 - 1951 absolviert Wolfgang Hübner das Schauspielstudium am Belvedere in Weimar. Ab 1952 arbeitet er am Maxim Gorki-Theater in Berlin 10 Jahre lang. 1969 beginnt er dann ein externes Regiestudium an der Hochschule für Film-und Fernsehen Potsdam Babelsberg. Seitdem arbeitet er hauptsächlich als Regisseur von Fernsehfilmen und inszeniert daneben zahlreiche Stücke am Berliner Theater im 2. Stock. In den fünfziger Jahren spielt Hübner in mehreren DEFA Filmen. Seine einzige Hauptrolle hat er in 'Schritt für Schritt' 1960. Ein Film der die Notwendigkeit des Dienstes in der Nationalen Volksarmee begründen soll. Im Kinderfernsehen ist Wolfgang Hübner erfolgreicher. Mit einer Handpuppe erzählt er Abend für Abend in den sechziger Jahren als 'Rolf und Reni' Geschichten im Abendgruß des DDR-Fernsehens und wird in kurzer Zeit bei den Kindern beliebt. Sein Bruder, der Schauspieler Achim Hübner schlägt Ende der 50ger Jahre die Laufbahn als Regisseur ein und Wolfgang folgt ihm ein paar Jahre später in das Regiefach. Gemeinsam inszenieren die Brüder die Serie um Menschen in einem Neubaugebiet 'Einzug ins Paradies', die 1984 verboten, drei Jahre später 1987 doch noch gesendet wird und auch im ARD-Programm Erfolg hat. In den neunziger Jahren dreht Hübner mehrere erfolgreiche Serien wie 'Alle meine Töchter' 1995- 2001 (33 Folgen), 'Jenny & Co' 2001 (12 Folgen), 'Um Himmels Willen' 2003 (4 Folgen)
Quelle: Volker Wachter

Sein TV-Film 'Schulmeister Spitzbart' 1989, eine wunderbare Satire auf so genannte 'Möchtegernreformer' mit Otto Mellies und Simone von Zglinicki in den Hauptrollen, soll am 27.12.1989 im Abendprogramm gesendet werden. Auf Grund der politischen Wende und deren sich überstürzenden Ereignisse wird die Ausstrahlung mehrmals verschoben und entfällt dann vollends. Der Film läuft unbeachtet Mitte der 90ger Jahre im Nachmittagsprogramm eines der dritten Programme der ARD. Seine späte glanzvolle Premiere erlebt der Film im April 2009 in Quedlinburg vor über 350 Zuschauern im Rahmen des Projektes 'Filmstadt-Quedlinburg' in Anwesenheit des Regisseurs Wolfgang Hübner, des Hauptdarstellers Otto Mellies, seines Filmsohnes Paul Müller und des Drehbuchautors Friedemann Schreiter.
Hans-Jürgen Furcht

Bilder