Christoph Engel

Filme (als Schauspieler)
1954/55
Einmal ist keinmal
1956
Junges Gemüse
1962/63
Nackt unter Wölfen
1964
Der geteilte Himmel
1964/65
Das Kaninchen bin ich
1965
Der Reserveheld
1965
Dr. Schlüter
1967
Der tapfere Schulschwänzer
1970
1974
Liebe mit 16
1977/78
Addio, piccola mia
1979/80
1981/82
Die Beunruhigung
1983
1984
Eine sonderbare Liebe
1985
Sachsens Glanz und Preußens Gloria
1999
Klemperer - Ein Leben in Deutschland
Filme (als Regisseur)
1960
Das Zaubermännchen
..

Geboren

13.11.1925 in Worms

Gestorben

09.12.2011 in Kleinmachnow

Leben

Engel studierte in Frankfurt am Main und in Mainz, wo er am Studententheater erste Erfahrungen als Darsteller und Regisseur sammelte. 1948 hatte er sein Theaterdebüt in Eggenfelden und im selben Jahr sein erstes Engagement in Plauen. 1951 wechselte er zum Berliner Ensemble unter Bertolt Brecht, 1953 ans Landestheater Halle, 1956 an das Hans-Otto-Theater in Potsdam und schließlich 1963 an das Berliner Maxim-Gorki-Theater. Dem Ensemble dieser Bühne gehörte er unter den Intendanten Maxim Vallentin und Albert Hetterle bis Anfang der 1990er Jahre an, danach gastierte er in Frankfurt am Main und Hamburg. Seine ersten Filmrollen bei der DEFA hatte Engel 1954/55 in drei Spielfilmdebüts junger Regisseure: Konrad Wolfs „Einmal ist keinmal“, Günter Reischs „Junges Gemüse“ und Joachim Kunerts „Besondere Kennzeichen: keine“. Danach wandte sich auch Engel der Regiearbeit zu und drehte 1959, unterstützt vom erfahrenen Kameramann Erwin Anders (1908–1972), den Kinderfilm „Das Zaubermännchen“, eine Verfilmung des Märchens Rumpelstilzchen der Brüder Grimm mit Siegfried Seibt in der Titelrolle. Der Märchenfilm sollte Engels einzige Arbeit als Filmregisseur bleiben. Als Darsteller war er aber kontinuierlich in Film und Fernsehen präsent, meist in Nebenrollen. Zu den einprägsamsten gehörten der Storch im Fernseh-Fünfteiler „Dr. Schlüter“ (1965/66) von Karl Georg Egel und Achim Hübner, der Schuldirektor im einzigen Spielfilm des Dokumentaristen Winfried Junge, „Der tapfere Schulschwänzer“ (1967), und der Vater der Hauptfigur in Herrmann Zschoches „Liebe mit 16“ (1974). Seine wichtigste DEFA-Arbeit war 1986 die Hauptrolle des alten Gustav Wengler in Rainer Simons Familiensaga „Wengler & Söhne“. Nach der Wende war er mehrfach in Filmen von Andreas Kleinert zu sehen, mit dem er schon bei dessen erstem Langspielfilm „Leb wohl, Joseph“ (1989) zusammengearbeitet hatte. Eine größere Rolle hatte er beispielsweise gemeinsam mit Christine Gloger als altes Elternpaar in Kleinerts „Verlorene Landschaft“ (1992). Seit Ende der 1990er Jahre spielte Engel vor allem Episodenrollen in Fernsehserien wie „Wolffs Revier“, „Alphateam – Die Lebensretter im OP“, „Liebesau – Die andere Heimat“, „St. Angela“, „Edel & Starck“, „Pastewka“ und „Kinder, Kinder“. Engel war mit der Schauspielerin Sina Fiedler verheiratet. Gelegentlich spielten die beiden auch im Film ein Ehepaar, so in Lothar Warnekes preisgekröntem Drama „Die Beunruhigung“ (1981) und im Fernsehmehrteiler „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ (1985/87).
Quelle: Wikipedia