Stefan Lisewski

Filme (als Schauspieler)
1958
Das Lied der Matrosen
1959
Maibowle
1959
Verwirrung der Liebe
1961
Eine Hand voll Noten
1970
Tödlicher Irrtum
1971
Anflug Alpha 1
1972
1973
Susanne und der Zauberring
1973-75
1975/76
Beethoven - Tage aus einem Leben
1979
1979
1980
1982
Spuk im Hochhaus
..

Geboren

06.07.1933 in Dirschau

Leben

Den ersten Kontakt zur Schauspielerei knüpft Stefan Lisewski nach dem Krieg als Statist am Schweriner Theater. Doch zunächst denkt er nicht ernsthaft daran, dies zum Beruf zu machen. Er will nämlich Hütteningenieur werden und bewirbt sich an der Bergakademie Freiberg. Auf Drängen seiner Freunde spricht er dennoch in Berlin an der Staatlichen Schauspielschule vor. Wie viele Künstlerkollegen besteht er die erste Aufnahmeprüfung nicht. So geht Lisewski als Praktikant nach Magdeburg, arbeitet dort am Schmelzofen des Ernst-Thälmann-Werkes. Dabei lässt ihn die Bühne nicht ganz los, wiederum übernimmt er Statistenaufgaben. Schließlich wagt er einen zweiten Versuch an der Berliner Schauspielschule - diesmal mit Erfolg. Nach zweieinhalb Jahren Studium erhält der hochgewachsene junge Darsteller mit den charaktervollen Gesichtszügen und der ausdrucksstarken Stimme 1957 ein Engagement an das Berliner Ensemble, dem er im Folgenden langjährig als festes Mitglied angehört. Zu seinen wichtigen Rollen zählt hier u.a. der Mackie Messer, welchen er vielfach auf der Bühne verkörpert. Noch heute spielt Lisewski, der sich während seiner gesamten Laufbahn intensiv und vorrangig der Theatertätigkeit widmet, in Inszenierungen des Hauses. Seine Verpflichtungen führen Lisewski auch an andere Bühnen im In- und Ausland. 2001 ist er z.B. neben Ezard Haußmann am Schlossparktheater Berlin in Sandor Marais 'Die Glut' zu erleben, einem Stück, mit dem die beiden Schauspieler dann später in verschiedenen anderen Städten gastieren. Lisewskis Debüt beim DEFA-Film wird gleichzeitig sein Durchbruch: 1958 gestaltet er den mitunter hitzköpfigen Admiralsburschen Jupp König, der mit seinen revolutionären Freunden das 'Lied der Matrosen' anstimmt. Während der Dreharbeiten schließt Stefan seine schauspielerische Ausbildung erfolgreich ab. Es folgen weitere Hauptrollen auf der Leinwand wie der Maurer Edy aus 'Verwirrung der Liebe' (1959) oder der Gerhard aus 'Wo der Zug nicht lange hält' (1960), die ihn schnell zum Sympathieträger beim Publikum machen. Wegen seiner umfangreichen Arbeit für das Theater sind Lisewskis Auftritte vor der Kamera zwar bald eher selten und klein, aber stets prägnant und überzeugend. Auf dem Bildschirm bleibt er besonders durch die Jugendserien 'Spuk unterm Riesenrad' (TV, 1979) und 'Spuk im Hochhaus' (TV, 1983) in Erinnerung, wo er den Riesen Otto bzw. den Hausmeister Kegel mit trockenem Witz darstellt. Außerdem wirkt der beliebte Mime neben seiner Beschäftigung bei Bühne, Film und Fernsehen als Sprecher in Hörspielproduktionen mit.
Quellen: Team Zutz; Filmspiegel von 1959; Unsere Filmsterne; Internet)

Bilder