Heliane Bei

Filme (als Schauspieler)
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Geboren

05.11.1927 in Hamburg

Gestorben

19.11.1983 in München

Leben

Heliane Bei spielte Ihre erste große Rolle, die Lisei, 1954 in der Literaturverfilmung von Theodor Storms Novelle „Pole Poppenspäler“. Es war eine der ersten Deutsch-Deutschen Filmproduktionen in der Schauspieler aus beiden Teilen Deutschlands Rollen angeboten bekamen. Regie führte Artur Pohl. Ihre Mutter Leopoldine Bei war ebenfalls Schauspielerin, ihr Vater Leo Stoll-Bei war in den 20ger und 30ger Jahren des letzten Jahrhunderts ein bekannter Sänger und Schauspieler in Wien und in Holland. Sehr erfolgreich verlief die Karriere der Heliane Bei nach Pole Poppenspäler nicht mehr. Bis auf eine Hauptrolle in der Kästnerverfilmung „Das fliegende Klassenzimmer“ von 1954 an der Seite von Paul Klinger, spielte sie danach in mehr oder weniger unbedeutenden Filmen mit. So z.B. „Der unsterbliche Lump“, „Eine Frau genügt nicht“ 1955, Das Erbe vom Pruggerhof 1956, Küsse die töten und „Dorothea Angermann“ beide 1958. Nachdem die Rollen beim Film ausblieben, war sie in verschiedenen Berufen tätig bevor sie wieder die Bretter des Theaters betrat. Zuerst am Volkstheater Wien, dann am Landestheater in Innsbruck. Anfang der 60ger Jahre lebte Heliane Bei in München. Sie machte Rundfunkarbeit und hat eine Stelle bei einer Filmagentur. Als Schauspielerin arbeitet sie kaum noch, heiratete den Handelsunternehmer Tobias Stegemann und zog sich gänzlich aus dem öffentlichen Leben zurück. In ihren letzten Lebensjahren wird sie von Ihrem Cousin Leo Bei aus Wien betreut. Er ist dort ein bekannter Kostümbildner und Filmausstatter, dessen Eltern noch während der österreichischen Monarchie eine der führenden Kostümwerkstätten Wiens gründeten. Im November 1983 starb Heliane Bei im Alter von 56 Jahren.

Hans-Jürgen Furcht

Bilder