Herbert Köfer

Filme (als Schauspieler)
1955/56
Der Teufelskreis
1959/60
Schritt für Schritt
1961
Der Traum des Hauptmann Loy
1962/63
Nackt unter Wölfen
1965
Der Reserveheld
1966/2009
1966/67
Frau Venus und ihr Teufel
1967
Hochzeitsnacht im Regen
1967/68
Hauptmann Florian von der Mühle
1970
1970
KLK an PTX - Die Rote Kapelle
1971
Der Mann der nach der Oma kam
1974
1975/76
Liebesfallen
1978/79
Rentner haben niemas Zeit
1979/80
Der Baulöwe
1980/81
1980/81
1997
2009
Liebesau - Die andere Heimat
..

Geboren

17.02.1921in Berlin

Leben

Besuch der Schauspielschule des Deutschen Theaters Berlin, Debüt 1940 in Brieg (Schlesien), dann Soldat im 2. Weltkrieg, ab 1945 Tätigkeit an Berliner Bühnen (Neues Berliner Künstlertheater, Tribüne, Volksbühne, Deutsches Theater), an Kabaretts und beim Funk. Köfer spielt ab 1951 auch im DEFA-Film, er avanciert nur ein Jahr später zu einem der Fernsehpioniere des DFF. Hier ist er der erste Nachrichtensprecher, er produziert und moderiert zahlreiche Unterhaltungsprogramme, bildet mit Gerhard Wollner ein Komikerpaar, spielt in vielen frühen Lustspielen. Köfer entgeht der Gefahr, nur auf das Heitere festgelegt zu werden, indem er auch Aufgaben im dramatischen Bereich übernimmt. So spielt er mehrfach überzeugend Kriminalisten und zeigt sich in Klassikerverfilmungen. Höhepunkte seiner Gestaltungskunst bilden die Figur des bestialischen SS-Hauptsturmführers Kluttig in Frank Beyers Buchenwald-Film "Nackt unter Wölfen" (1962), der Gutsverwalter Studtmann in der Fallada-Verfilmung "Wolf unter Wölfen" (1964) oder der Werkmeister Barberino im Mehrteiler "Krupp und Krause" (1969), wofür Köfer im Kollektiv den Nationalpreis der DDR erhält. Später sind wieder Lustspiele und Schwänke sein Metier, ein großer Erfolg wird auch die Serie "Rentner haben niemals Zeit" (1978) an der Seite von Helga Göring. Köfer moderiert außerdem viele Jahre das Kinomagazin "Hauptfilm läuft" und die Erinnerungssendung "Das blaue Fenster", mehrfach wird er Fernsehliebling der Programmzeitschrift "FF dabei". Nachdem er auch die allerletzte Stunde des DFF in der Silvesternacht 1991/92 mitgestaltet, wendet sich Köfer verstärkt dem Boulevard-Theater zu, er übernimmt in den folgenden Jahren auch zahlreiche Serienrollen. Er ist zeitweilig mit der Schauspielerin Ute Boeden (u.a. "Akte Nora S.", TV 1980) verheiratet, sein Sohn Andreas Köfer ist Kameramann, Tochter Mirjam Köfer wird ebenfalls Schauspielerin. Nach zehn gemeinsamen Jahren heiratet Köfer im Jahre 2000 seine Lebensgefährtin, die Sängerin und Schauspielerin Heike Knochee, Witwe des Schauspielers Jörg Knochee.
Quelle F.-B. Habel & Volker Wachter, "Das große Lexikon der DDR-Stars"

Literatur

.

Nie war es so verrückt wie immer
Erinnerungen, aufgezeichnet von Alex Wolf unter Mitarbeit von Ute Boeden
Herbert Köfer

ISBN: 3-548-35507-2
Verlag: Ullstein, Frankfurt/Main Berlin 1995