Ulrich Voß

Filme (als Schauspieler)
1965
Terra Incognita
1980
Don Juan, Karl Liebknecht-Str. 78
1980
Archiv des Todes
1980/81
1984 - 1986
1985
Unternehmen Geigenkasten
1989
Der Magdalenenbaum
.

Geboren

08.06.1938 in Rostock

Leben

An der Universität seiner Heimatstadt studiert Ulrich Voß von 1956 bis 1961 Romanistik und Klassische Philologie. In den darauffolgenden drei Jahren absolviert er ein Schauspielstudium an der Theaterschule Rostock, worauf sich 1963 unmittelbar ein Engagement am dortigen Volkstheater anschließt. Seit 1978 freischaffend, gastiert er an verschiedenen namhaften Berliner Bühnen (u.a. Deutsches Theater, Berliner Ensemble, Theater im Palast) und gehört ab 1986 langjährig zum Ensemble der Volksbühne. Mitte der 80er Jahre arbeitet Ulrich Voß als Regisseur beim Staatlichen Rundfunk der DDR (1984-86). Außerdem ist er zeitweilig als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin tätig und inszeniert an mehreren Bühnen der Hauptstadt. Des Weiteren veranstaltet er niederdeutsche Soloabende. Der 1,90 m große Mime bereichert eine Vielzahl von Film-, Fernseh- und Rundfunkproduktionen durch seine einprägsame Erscheinung und Stimme, die gern in der Synchronisation eingesetzt wird. So leiht er diese z.B. internationalen Stars wie Lee Marvin, Robert Mitchum, Anthony Quinn oder Oliver Reed. Schon zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn, in den 60er Jahren, erhält Ulrich Voß auch erste Aufgaben bei der DEFA. 1970 spielt er im Kinderfilm "Der rote Reiter" den Bootsmann Jacques, hat 1985 einen Auftritt im "Unternehmen Geigenkasten" oder ist als Rudi in "Versteckte Fallen", einem der letzten Filme des Studios, zu sehen. Daneben steht er für das DDR-Fernsehen vor der Kamera, sei es für eine Aufzeichnung der populären Schwankreihe "Maxe Baumann" oder wiederholt auch für die Krimireihe "Polizeiruf 110". Beeindruckend bedrohlich gestaltet er die Figur des Obersturmbannführers Flint, eines schlauen Nazi-Verbrechers, in der spannenden Kundschafterserie "Archiv des Todes" (1980). In der vier Jahre später entstandenen Serie "Front ohne Gnade" wirkt er ebenfalls mit, diesmal als "Folterknecht" Gustav. 2003 wird Ulrich Voß durch seine Verkörperung des Bundeskanzlers Helmut Kohl in der TV-Produktion "Aus Liebe zu Deutschland" einem breiten Publikum zum Begriff. Auch ist er im erfolgreichen Kinofilm "Alles auf Zucker!" mit von der Partie und übernimmt Gastrollen in diversen Fernsehserien. In "Lasko - Die Faust Gottes" (2009) mimt er mehrmals den Kardinal Clemenza. Auf der Bühne kann man Ulrich Voß derzeit im Berliner Kriminal Theater erleben, u.a. als Jonathan Brewster in Joseph Kesselrings Broadway-Hit "Arsen und Spitzenhäubchen", der durch den gleichnamigen Hollywood-Klassiker mit Cary Grant Weltruhm erlangte.

Quellen: Team Zutz und Berliner Kriminal Theater