Edgar Külow

Filme (als Schauspieler)
1963
Träume sind Schäume?
1964/65
Ohne Paß in fremden Betten
1967
Hochzeitsnacht im Regen
1968
Schüsse unterm Galgen
1969
Der Weihnachtsmann heißt Willi
1972/73
Die Legende von Paul und Paula
1974
Kit und Co
1975
Mein lieber Mann und ich
1975
Schwester Agnes
1975/76
Liebesfallen
1984
Mensch, Oma
1985
Ab heute erwachsen
1986
1988/89
Die ehrbaren Fünf
1989
Zwei schräge Vögel
1990
Die Sprungdeckeluhr
.

Geboren

10.09.1925 in Werdohl

Gestorben

29.09.2012 in Berlin

Leben

Edgar Eduard Külow wurde am 10. September 1925 als Sohn einfacher Leute in Werdohl (Sauerland) geboren. Nach Abitur, Teilnahme am Krieg und Rückkehr aus britischer Kriegsgefangenschaft trat Edgar Külow im Sommer 1945 der KPD bei. In Leipzig absolvierte Edgar Külow von 1946 bis 1949 ein Schauspielstudium. Anschließend wurde er Rundfunksprecher beim Sender Leipzig des Mitteldeutschen Rundfunks. Im Mai 1959 wird er gemeinsam mit Helga Hahnemann beim Kabarett Leipziger Pfeffermühle engagiert. 1963 übernimmt er als Direktor die Leitung dieses Ensembles. Am 22. August 1964 wurde er aufgrund „ideologischer Diversion“ in dem noch vor der Premiere verbotenen Programm „Woll’n wir doch mal ehrlich sein“ entlassen. Danach widmete Edgar Külow sich verstärkt als Autor, Darsteller und Regisseur dem 1963 in Halle/Saale im Gefolge des „Bitterfelder Weges“ gegründeten Amateurkabaretts „DIE TAKTLOSEN“, deren erstes Programm „Eine kleine Nachtkritik“ am 12. Dezember 1963 im Klubhaus der Gewerkschaften in Halle seine Premiere erlebte. Bereits in den sechziger Jahren wird Edgar Külow auch erfolgreiches Ensemblemitglied und Texter der TV-Serie „Tele – BZ“ des Deutschen Fernsehfunks sowie Kabarettist der DEFAProduktion „Das Stacheltier“, Darüber hinaus beginnt für den bekennenden Fußballfan Edgar Külow eine rege Tätigkeit als Kolumnist für die Sportzeitungen „Die neue Fußballwoche (FuWo)“ und das „Deutsches Sportecho“. Auch für die einzige Satirezeitschrift der DDR, das seit 1954 im Eulenspiegel-Verlag erscheinende Magazin „Eulenspiegel“ (bis dahin „Frischer Wind“) wird Edgar Külow nun regelmäßiger Hausautor. 1969 wurde Edgar Külow Mitglied des neu gegründeten TV-Schauspielerensembles, wofür er mit seiner Familie von Leipzig nach Berlin wechselte. Neben der Arbeit für das DDR-Fernsehen und die DEFA hielt Edgar Külow aber auch in Berlin dem Genre Kabarett fest die Treue: Neben zahlreichen satirischen Soloprogrammen, mit denen er durch Betriebe und Kultureinrichtungen der DDR tourte, arbeitete er zunächst seit 1972 als Texter und Darsteller („Mir nach Medaillen“) im Berliner Kabarett Die Distel, bevor er an diesem Hause ab 1975 („Alles Rummel“) auch viele Programme selbst als Regisseur in Szene setzte. Besonders beliebt beim Publikum und den staatlichen Behörden suspekt waren die so genannten DISTEL- Autorenabende, bei denen Edgar Külow 1975 bis 1978 als „Versammlungsleiter“ mit Kollegen wie Jürgen Klammer, Renate Holland-Moritz, Heinz Knobloch und Peter Ensikat agierte. Edgar Külow veröffentlichte zahlreiche Bücher: 1964 mit Helmut Schreiber Schelm von Schilda, 1996 Koslowski in Weimar, Ruhrpott-Willi erobert den Osten, im Jahr 2000 Koslowski im Bundestag u. a. Külow war zudem Kolumnist der Tageszeitung Junge Welt. Ferner schrieb er regelmäßig auf der Website des Berliner Fußballvereins VfB Einheit zu Pankow. Im Oktober 2006 wurden er und Dietrich Kittner mit einem Stern der Satire (Walk of Fame des Kabaretts) in Mainz ausgezeichnet. Bei der Bundestagswahl 2009 rief Külow öffentlich zur Wahl der Partei DIE LINKE auf. Den letzten öffentlichen Auftritt absolvierte Edgar Külow wenige Tage nach seinem 87. Geburtstag mit einer Lesung aus seinem Buch „Koslowski macht das Licht aus“. Edgar Külow verstarb am 29. September 2012 infolge eines schweren Sturzes.
Quelle: Familie Kühlow auf der Webseite des Künstlers

Bilder