Helga Piur

Filme (als Schauspieler)
1959
Edelgards abenteuerliche Reise nach Puppenstadt
1960
Wo der Zug nicht lange Hält
1961
Die Liebe und der Co-Pilot
1961
Der Arzt von Bothenow
1961/62
Die aus der 12b
1963
Der Dieb von San Marengo
1969
Dolles Familienalbum
1974
Orpheus in der Unterwelt
1980
1983
Märkische Chronik
1985-87
Zahn um Zahn

Geboren

24.05.1939 in Berlin

Leben

Sie singt bereits im Rundfunk-Kinderchor, ist Mitglied einer Laienspielgruppe, arbeitet aber zuerst als Sekretärin beim Dietz-Verlag. Bewerbungen an der Schauspielschule scheitern, sie nimmt schließlich erfolgreich Unterricht bei Eduard von Winterstein. Seit 1959 ist Piur dann ständiger Gast auf dem Bildschirm des DFF, sie debütiert in Kinder- und Jugendsendungen (Puppe Edelgard oder Bastelinchen im "Bahnhof Puppenstadt", "Treff mit Petra"), spielt in Lustspielen und Krimis. Auch im DEFA-Film weiß sie Anfang der 60er Jahre zu gefallen, so als Karin im Liebesfilm "Wo der Zug nicht lange hält" (1960) und als Viola im Musical "Der Dieb von San Marengo" (1963). Piur, die auch intensiv bei Funk und Synchron wirkt, erhält im Laufe der Jahrzehnte unterschiedlichste Fernsehaufgaben. Mal in Schwänken und Lustspielen (Schwiegertochter Elfi in der Serie "Dolles Familienalbum"), dann wieder in anspruchsvollen Rollen zu erleben (Serviererin Erna in "Heimkehr in ein fremdes Land", 1976, schwerkranke Frau in "Marta, Marta", 1979). Zum absoluten Publikumsliebling avanciert Helga Piur ab 1985 in der Rolle der Zahnarzthelferin Victoria Happmeyer - genannt "Häppchen" - in der Erfolgsserie "Zahn um Zahn" an der Seite von Vollblutkomödiant Alfred Struwe alias Dr. Wittkugel. "Fazit nach 21 lust-leidvollen Fernsehabenden: Keiner, an dem Häppchen nicht wahre Wunder an Güte vollbracht und alle Schlaglöcher wieder eingeebnet hätte, die Wittkugel in seiner egozentrischen Unbeherrschtheit aufbohrt." (Helga Schwarz-Stötzer, 1988) Piur, die seit 1988 fest zum Schauspielerensemble des DFF gehört, wird für ihre darstellerischen Leistungen mehrfach geehrt und zum Fernsehliebling gekürt. Nach der Wende Synchronarbeit, Rollen in diversen Serien. Verheiratet in erster Ehe mit dem Schauspieler Gert Andreae, seit 1974 mit dem Autor und Regisseur Günther Stahnke, in dessen Schwänken und Lustspielen sie häufig auftritt.
Quelle: F.-B. Habel & Volker Wachter, "Das große Lexikon der DDR-Stars"

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