Polizeiruf 110 - Reklamierte Rosen - 1976

Infos
Regie:
Thomas Jacob
Kamera:
Walter Laaß
Drehbuch:
Rudolf Böhm
Genre:
Kriminalfilm
Länge:
64 Minuten
Dramaturgie:
Dieter Frenzel
Erstaufführung:
22.02.1976 DDR - Fernsehen 1. Programm
Produktion:
Ralf Siebenhörl DFF
Musik:
Peter Gotthardt
Schnitt:
Bernd Schultz
Schauspieler
Wiebke Fuhrken
Kerstin Sanders
Else Sanden
Werner Hahn
Annelene Hischer
Ute Boeden
Heinz-Martin Benecke
Wolf-Dieter Lingk
Hannelore Koch
Alfred Rücker
Peter Borgelt
Helmut Straßburger

Inhalt

Bei einem nächtlichen Einbruch in das Museum Altenstein sind wertvolle Kunstgegenstände - Uhren, Figuren, eine alte Chronik - im Gesamtwert von über 170.000 Mark gestohlen worden. Oberleutnant Fuchs und Leutnant Subras ermitteln, daß sich vor einigen Tagen ein Besucher sehr für die nun geraubten Ausstellungsstücke interessiert hat, sich an der Kasse sogar einen kompletten Satz Postkarten davon kaufte. Karin Röder arbeitet mit ihrer Kollegin zusammen als Verkäuferin im Blumengeschäft von Herrn Wels. Da meldet sich überraschend ihr geschiedener Ehemann Golo Meßmer bei ihr. Er habe ihn Berlin, wo er zuletzt gearbeitet hat, alles stehen und liegen lassen, weil er wieder bei ihr und seinem Sohn Dieter leben möchte. Direkt am nächsten Morgen wolle er sich um Arbeit bemühen. 'Bei uns verhungert doch keiner...' meint er. Karin Röder hat sich aber mittlerweile mit dem Uhrmacher Sebastian Engel angefreundet und weist ihren ehemaligen Mann deshalb zurück. Meßmer versucht zwar, sie mit Geschenken umzustimmen, aber Karin bleibt dabei: Sie will mit ihm nichts mehr zu tun haben. Die Kriminalisten haben zwischenzeitlich ermittelt, daß Uhrmacher Engel anscheinend in den Kunstdiebstahl verwickelt ist. Jedenfalls können sie in seiner Wohnung eine wertvolle Uhr sicherstellen, auf der sich eindeutig ein Registrierungs-Kennzeichen des Museums befindet. Engel aber ist vollkommen überrascht und erklärt, diese Uhr von einem gewissen Herrn Hegenbarth für 600 Mark gekauft zu haben. Von diesem habe er sich sogar den Personalausweis zeigen lassen. Nachdem der Inhaber des Ausweises ermittelt worden ist, veranlaßt die Kriminalpolizei eine Gegenüberstellung mit Sebastian Engel. Dieser erkennt aber in keiner der Personen den Herrn Hegenbarth, der ihm die Uhr verkauft hat. Und auch dem wahren Werner Hegenbarth ist Engel vollkommen unbekannt. Leutnant Subras konnte inzwischen ermitteln, daß ein gewisser 'Meßmer' verdächtige Geschäfte machte. Aus vorgelegten Fotos erkennt Uhrmacher Engel seinen Lieferanten 'Hegenbarth', bei dem es sich offensichtlich um den einschlägig vorbestraften Golo Meßmer handelt. Als die Polizei in Karin Röders Wohnung kommt, trifft sie dort Golo Meßmer an, der gerade seinen Koffer abholen will, in dem sich die gestohlene Stadtchronik befindet. Und auch Sebastian Engel ist da. Beide, Meßmer und Engel, beschuldigen sich gegenseitig. Zum Schluß gelingt es aber dank der gründlichen Arbeit der Kriminaltechniker, aus den schriftlichen Hinweisen, die Meßmer erhalten hat, den wahren Täter zu ermitteln: Blumenhändler Wels hat mit äußerster Raffinesse die Gelegenheit genutzt und den vorbestraften Meßmer zum Museumseinbruch verleitet, um selbst in den Besitz der kostbaren Kunstgegenstände zu gelangen, die er ihm wohl über den nichtsahnenden Mittelsmann Sebastian Engel, der aufgrund seiner Gutgläubigkeit in persönliche Konflikte mit Karin Röder gerät, zukommen ließ. Mit dem Schlüssel, den man bei Blumenhändler Wels findet, können in einem Bahnhofs-Schließfach die noch fehlenden Kunstgegenstände sichergestellt werden.
Quelle: www.polizeiruf110-lexikon.de