Paula Filmpreis verliehen

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Herzlichen Glückwunsch an Katharina Thalbach. Wir waren dabei als in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin diese Auszeichnung zum zweiten Mal verliehen wurde. Die grosse 'Kleine' sei eine Ausnahmekünstlerin und genau die Richtige für diesen Filmpreis der ihr am 13. Februar bei einem Berlinale Empfang vom Progress Film Verleih verliehen wurde. Katharina Thalbach hat als Kind bereits im Berliner Ensemble Erfolge gefeiert und seit dem sowohl als Schauspielerin und als Regisseurin im Film und auf den Theaterbühnen Kritiker und Publikum begeistert. Die Laudatio hielt Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck der zugab ein Fan dieser Künstlerin zu sein. Die Thalbach war 12 Jahre alt als sie Ihre Mutter Sabine Thalbach verlor. Helene Weigel nahm sich ihrer an und war eine wichtige Bezugsperson und Ausbilderin. Mit Ihrer Tochter Anna und dem damaligen Lebensgefährten, dem Schriftsteller Thomas Brasch(1945-2001) geht sie 1976 nach Westberlin wegen der Ausbürgerung von Wolf Biermann. Matthias Platzeck in seiner Laudatio: 'Ohne Groll, aber mit deutlicher Abgrenzung zum real existierenden Sozialismus, der auch der Kunst immer deutlicher Grenzen aufzeigte.' Sie sah das so: 'Ich habe an einer Utopie geschnuppert und bin dankbar für diese Erfahrung.' Es war die Zusammenfassung ihrer Jugendjahre. Die real existierende Marktwirtschaft, in die sie kam, sah sie als mindestens zwiespältig an. Schwarzweiss Malerei war nie ihre Sache. 'Kunst darf überhöhen, intensiver und radikaler sein als der Alltag. Aber sie muss am Ende eins sein: wahrhaftig.' Rund 80 Filme stehen in ihrer Filmografie und eine Männerrolle die sie auf der Bühne verkörpert ist unerreicht, der Hauptmann von Köpenick. In dem Fernsehroman 'Die Manns' verkörpert sie Therese Giese, brilliert in der 'Sonnenallee' neben Henry Hübchen und beeindruckt in der Rolle einer polnischen Werftarbeiterin in dem Film 'Strajk-die Heldin von Danzig'. Der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhase findet die Verleihung dieses Filmpreises an Katharina Thalbach mehr als gerechtfertigt. Sie hat 30 Jahre in Ost und West gearbeitet und ist eine Person die eine Brücke war.
Videoclip auf: RBB-Online.http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2011_02/_paula__preis_fuer.html